Newcomer, Abschied, Snippets 7/18

Newcomer: Dorothée Munyaneza

Als Kind überlebte sie Krieg und Völkermord in Ruanda, dem bis zu einer Million Menschen zum Opfer fielen. Mit Vater und Schwester flüchtete Dorothée Munyaneza aus der Hauptstadt Kigali, später gelangte sie über Uganda und Kenia nach London, wohin ihre Mutter bereits vor dem Krieg gezogen war – mit der Absicht, die Familie nachzuholen. 2004, zehn Jahre nach der Flucht, war Munyaneza an Komposition und Interpretation des Sounds von «Hotel Ruanda» beteiligt, des berühmten Films über die Rettung von 1200 Schutzbedürftigen.

Die studierte Musikerin und Sozialwissenschaftlerin erlebte in der Auseinandersetzung mit dem Stoff, dass die Erfahrungen, die sie seit der Kindheit begleiten, sich künstlerisch umsetzen lassen und dass sie so einen Beitrag zur Aufarbeitung liefern kann. Dennoch dauerte es noch zehn Jahre, bis sie, wie sie sagt, «die körperliche und psychische Stärke» hatte, ihre eigene Geschichte in der Performance «Samedi détente» zu erzählen. Mit Unterstützung der ivorischen Tänzerin und Choreografin Nadia Beugré und des Musikers und Sounddesigners Alain Mahé übersetzte sie ihre Erinnerungen in eine Wort-, Tanz- und Gesangscollage, die Trauer, Schmerz ...

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Tanz Juli 2018
Rubrik: Menschen, Seite 32
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