New York City 2021
Wie in vielen gesellschaftlichen Bereichen hat die Black-Lives-Matter-Bewegung (BLM) auch in der Tanzwelt starken Widerhall gefunden. Nicht nur schwarze Tänzer*innen sind inzwischen immer gefragter, auch mehr und mehr virtuelle Performances werden von schwarzen Choreograf*innen kreiert. Für eine aufregende Online-Premiere sorgte Jamar Roberts mit «A Jam Session for Troubling Times – AJSFTT», choreografiert für das Alvin Ailey American Dance Theater (AAADT).
Zu Klängen der Jazz-Legende Charlie «Bird» Parker belebten die Tänzer*innen die Gassen und Terrassen im Umkreis des New Yorker Kompaniegebäudes mit stimmungsvollen Moves, deren Ausdruckspalette von Trauer bis Ausgelassenheit reichte. An der Lincoln Center Plaza präsentierte Voguing-Wizard Omari Wiles seine unter freiem Himmel gefilmte Premiere «New York is Burning». Bill T. Jones bescherte der Stadt eine der seltenen Live-Performances: «Afterwardness», kreiert für die Bill T. Jones/Arnie Zane Dance Company, konnte im riesigen Bau der Park Avenue Armory unter Einhaltung von Social Distancing und Maskenpflicht gezeigt werden und – gemeinsam mit Associate Director Janet Wong und den Tänzer*innen erarbeitet – die Verletzungen und ...
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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Parkett international, Seite 148
von Wendy Perron
Zunächst fand ich gar nichts produktiv. Corona hat alle unsere «Produkte» an die Wand gefahren. Aber dann wirkte der Stillstand nach innen, ganz langsam. Ich geriet in einen Zustand der Wunschlosigkeit, fast meditativ. Wohin zerren uns unsere Wünsche? Überallhin, nur nicht zu uns selbst. Eine Weile davon erlöst zu sein, hat mir gutgetan – und hat letztendlich eine...
Als der Corona-Ausnahmezustand Mitte März 2020 Deutschland erfasste und wir das Ballettzentrum Hamburg schließen mussten, war es sehr schwer, der neuen Realität ins Auge zu sehen. Plötzlich gab es nur noch Online-Trainings, zu Hause. Keine Aufführungen. Es war hart, sich nicht mehr zu berühren und gemeinsam mit Kollegen tanzen zu dürfen. Von einem Tag auf den...
Am 19. Mai öffneten Frankreichs Theater ihre Tore. Allgemeines Aufatmen blieb aus, zu viele Probleme waren ungeklärt. Da ist vor allem der Streit um die Reform der Arbeitslosenversicherung, die den ohnehin gebeutelten Künstler*innen und Techniker*innen weitere Opfer abverlangen wird. Etwa ein Drittel muss sich wohl einen neuen Beruf suchen. Auch zwischen den...
