neue stücke

Endlich! Ein neuer Abend fürs Tanztheater Wuppertal! Dann das: lauter Grablichter für Pina Bausch. Gibt es trotzdem einen Hoffnungsschimmer?

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Man stelle sich einmal vor, es hätte sie nie gegeben. «Ach, was hat Pina Bausch für den Tanz getan, wie anders sähe die Sparte heute aus», lautet ein gängiger Seufzer. Vielleicht, liebe Pina-Groupies, ja auch so: All die Tänzerdarsteller, die ihr Innerstes als «Authentisches» auf die Bühne kübeln? Wären uns erspart geblieben. Die Akteure wären durchweg jung, schön, hätten exzellente Technik. Das Wuppertaler Ensemble würde gutgelaunt durch Franz Lehárs «Land des Lächelns» und Richard Wagners Venusberg flattern.

Genau wie alle anderen Stadttheaterkompanien, die deshalb unentbehrlich wären für jedes Haus mit Oper-Operette. Von Spartenstreichung keine Spur. Die Performance-Szene wäre bei der Bildenden Kunst geblieben und verdiente sich dummdusselig. Tanz aus Deutschland stünde nicht weltweit synonym für poetisch-psychologischen Tiefsinn und aberwitzige Geschlechterkriege. Und Wuppertal – was für ein Wuppertal?

Potpourri der Trennungstechniken
Pietätloser Unsinn, gewiss. Außerdem hat es sie gegeben, und weil es sie seit sechs Jahren nicht mehr gibt, hat das Tanztheater ein Problem: Pina Bauschs Geist spukt immer noch übermächtig durchs Opernhaus im Bergischen Land, sobald ihr alter ...

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Tanz November 2015
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Nicole Strecker

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