Nach Zürich

Christian Spuck

Christian Spuck, 2012 als Ballettdirektor ans Opernhaus Zürich verpflichtet zu werden und das gleich für fünf Jahre: Ist das nicht ein Karrieresprung, von dem ein Choreograf nur träumen kann? Wie zielstrebig haben Sie Ihre Karriere geplant?
Wenn jemand an meiner Karriere gebaut hat, waren das andere. Ich mache meine Arbeit so gewissenhaft und gut wie irgendwie möglich. Wenn sich die Chance ergibt, sie unter besseren Bedingungen weiterzuführen, freue ich mich natürlich darüber. Andere mögen das Karriere nennen.

Für mich bedeutet meine Verpflichtung vor allem eine größere Verantwortung. Die Ernennung kommt allerdings insofern meinem Wunsch entgegen, als ich in den letzten Jahren gemerkt habe, dass man die eigene künstlerische Arbeit am ehesten mit einer eigenen Kompanie verändern und weiterentwickeln kann – und nicht, indem man viel gastiert. 

Sie waren in der letzten Zeit immer wieder im Gespräch, wenn es um die Besetzung eines Direktorenposten ging. Lange Zeit waren Sie mit Köln in Verhandlung. Zuletzt interessierte sich Leipzig für Sie. Welche Gründe sprachen für Zürich?
Köln wäre spannend gewesen, aber leider haben die Politiker das Projekt einer neuen Ballettkompanie nicht mit ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2010
Rubrik: Menschen, Seite 29
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Nachruf

Bob Curtis aus Mississippi, 1994 nach Österreich übersiedelt, war in gewisser Weise der Doyen der Wiener Tanzszene. Seine hagere Gestalt, sein ebenmäßiges Gesicht, seine Eleganz und Bescheidenheit machten Curtis nach fast 60 Jahren in Wien zum charismatischen Vertreter einer effektvollen Mischung aus afrikanischem Tanz, Ballett und Modern-Dance-Elementen. Bei all...

Frédéric Gies: «Album (Praticable)»

Er kommt aus der Nähe von Straßburg, tanzte in Paris, seit fünf Jahren lebt er in Berlin. Sein Körper ist bärenstark, seine Haltung die eines Teddys. Die Stimme bittet im freundlichen Ton um Aufmerksamkeit, der Wuschelbart federt den Eindruck von Eitelkeit ab, der Topfschnitt fügt Mitleid hinzu. Den Soloabend führt sein Assistent ein, mit Halbglatze in Malerhose...

Dieter Blum

Der Preis: 1500 Euro. Damit ist es wohl eines der teuersten Ballettbücher aller Zeiten. Ein «Band mit exklusivem Cover in einer handgearbeiteten, mit Buchleinen bezogenen und rotem Pergament ummantelten Kassette», heißt es im Verlagsprospekt, inklusive Skia-Photography-Print, von beiden, Dieter Blum und Vladimir Mala­khov, handsigniert. Die Auflage ist limitiert...