Nach Zürich

Christian Spuck

Christian Spuck, 2012 als Ballettdirektor ans Opernhaus Zürich verpflichtet zu werden und das gleich für fünf Jahre: Ist das nicht ein Karrieresprung, von dem ein Choreograf nur träumen kann? Wie zielstrebig haben Sie Ihre Karriere geplant?
Wenn jemand an meiner Karriere gebaut hat, waren das andere. Ich mache meine Arbeit so gewissenhaft und gut wie irgendwie möglich. Wenn sich die Chance ergibt, sie unter besseren Bedingungen weiterzuführen, freue ich mich natürlich darüber. Andere mögen das Karriere nennen.

Für mich bedeutet meine Verpflichtung vor allem eine größere Verantwortung. Die Ernennung kommt allerdings insofern meinem Wunsch entgegen, als ich in den letzten Jahren gemerkt habe, dass man die eigene künstlerische Arbeit am ehesten mit einer eigenen Kompanie verändern und weiterentwickeln kann – und nicht, indem man viel gastiert. 

Sie waren in der letzten Zeit immer wieder im Gespräch, wenn es um die Besetzung eines Direktorenposten ging. Lange Zeit waren Sie mit Köln in Verhandlung. Zuletzt interessierte sich Leipzig für Sie. Welche Gründe sprachen für Zürich?
Köln wäre spannend gewesen, aber leider haben die Politiker das Projekt einer neuen Ballettkompanie nicht mit ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2010
Rubrik: Menschen, Seite 29
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Royston Maldoom

Das Wort «Disziplin» löst gemeinhin keine Euphorie aus. Statt an so bedeutende Persönlichkeiten wie Gandhi, Martin Luther King und Nel­son Mandela denken wir dabei eher an autoritär auftretende Paragrafenreiter, die Regeln dazu nutzen, aufsässige Schüler zu bändigen, Mitmenschen zu bestrafen und auszugrenzen, Ordnung um der Ordnung willen durchzusetzen oder gar die...

Fotografie

«See Saw» heißt der rare Fotoband des US-Tanzfotografen Michael Philip Manheim. Nur selten erzählen Bilder, wie Tanzfotografen zu ihrem Metier kamen. Im Auftrag einer Fluggesellschaft fotografierte Manheim 1976 den CN Tower in Toronto. Ein Wagemutiger zog an einer Gondel vorüber – «Hanging Out» entstand, wie Manheim sagt, als eine Mischung aus Zufall und guten...

Der Lehrer

Sie waren Schüler von Sensei Nakayama, trugen das Shotokan-Karate von der Tokushoku-Universität in Japan in die Welt und entwickelten eine eigene Trainingsmethode, «Aoki Bio Energy». Das französische Sportministerium hat Sie anerkannt, der Fußballverein von Bilbao engagiert Sie, Sie sprechen bei Konferenzen vor Wissenschaftlern und Unternehmern. Kommen auch Tänzer...