Maria Bayarri Pérez, Keelan Whitmore; Foto: Oliver Berg
Münster: Bach, Immortalis
Johann Sebastian Bach schrieb Musik ganz von dieser Welt und doch mit Verbindung zu Höherem – beliebt und geliebt bis heute. Unsterblich nennt ihn das Tanzstück von Hans Henning Paar am Stadttheater Münster: «Bach, immortalis». Umso sterblicher wirken natürlich die zwölf Tänzer – und leider auch die Choreografie.
Das Sinfonieorchester Münster unter der Leitung von Thorsten Schmid-Kapfenburg musiziert Tanz-Sätze aus zwei Brandenburgischen Konzerten und der Orchestersuite h-moll.
Dazu gibt es solistische Stücke, eine rasante Fantasie und ein Präludium auf dem Klavier, zwei Sätze aus Partiten für Violine, in der Mitte eine dramatische Orchesterkomposition von Schmid-Kapfenburg persönlich. Schließlich singt die Mezzosopranistin Barbara Bräckelmann das «Erbarme Dich» aus Bachs «Matthäuspassion», eine dieser unsterblichen Arien mit Seufzermotiven, und man denkt – jetzt ist der Abend aus, ein Gebet zum Ende, wie schön, wie weise. Aber es geht weiter. Das ist das Problem. Paar will vielleicht genau darauf hinaus, auf das Endlose und unsere Fähigkeit, nach jedem Sturz wieder aufzustehen. Aber das wird auf die Dauer beliebig.
Das Hinfallen und Zusammensacken ist beim ersten Solo noch ...
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