mind is as in motion

Gill Clarke war nicht nur Tänzerin und Pädagogin, sondern auch eine herausragende Denkerin. Ihre Schrift «Mind is as in Motion» ist ein Dokument ihrer Erfahrungen, die sie an den Ergebnissen von Neurowissenschaft und Philosophie überprüfte.

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Die magische Kraft des Tanzes, die Grundlagen seiner transformierenden Kraft in Worte zu fassen, das ist schwierig; noch schwieriger ist es, sie Politikern zu erklären. Unsere Kultur neigt dazu, nur Greif- und ­Mess­bares wertzuschätzen. Im Tanz aber geht es um das Ephemere, um Andeutung, um das Dazwischen.

Dabei leisten Tänzer in den verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft einen Beitrag nicht nur als Performer, sondern als Hüter eines dem Körper innewohnenden Wissens, gleichsam als die Händler des bewegten Denkens, die, anstatt uns Konsumgüter zu liefern, Erfahrungen möglich machen. In der Entwicklungsgeschichte des Menschen haben unsere immer weiter verfeinerten, immer analytischeren Gehirne das Kommando übernommen. Anstatt unsere entwickelte Intelligenz nach innen zu richten, um ein besseres Verständnis von unserer körperlichen Existenz zu gewinnen, oder sie nach außen zu richten, um unsere symbiotische Beziehung mit unserer Umwelt zu verstehen, scheint uns unsere Intelligenz paradoxerweise auf ein Dasein jenseits des Körpers hinzuführen, das eines denkenden Gehirns nur noch zum Entwickeln und Bedienen von Technik bedarf. Allmählich hat uns unsere rationale, technische ...

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Tanz Januar 2012
Rubrik: praxis, Seite 67
von

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