Methoden: Was ist Alexander-Technik?

Begründet wurde sie von Frederick Matthias Alexander. Der 1869 geborene australische Schauspieler und Shakespeare-Rezitator litt unter Stimmverlust; nach diversen erfolglosen Behandlungen begann er seine Handlungen und Gewohnheiten systematisch zu beobachten. Dabei entdeckte er grundlegende Zusammenhänge bei der Koordination von Körper und Geist.

In der Überzeugung, der Mensch sei ein einheitlicher Organismus, in dem alle Prozesse des Denkens, Fühlens und Tuns untrennbar miteinander verbunden sind, entwickelte er zwischen 1890 und 1900 eine Methode aus mentalen und körperlichen Übungen, um Fehlhaltungen und -verhalten zu korrigieren.
Obwohl in der Alexander-Technik eine gerade, aufrechte Haltung bei größtmöglicher Gelöstheit als idealtypisch gilt, geht es nicht um die «richtige» Haltung und Bewegung, sondern um einen angemessenen und ungezwungenen Einsatz von Energie bei verschiedenen Aktivitäten. Im «Gebrauch des Selbst», wie Alexander es nannte, ist neben dem Erkennen der «Macht der Gewohnheit» (force of habits) und dem «Innehalten» (inhibition) vor allem die «Primärsteuerung» (primary control), das dynamische Zusammenwirken von Kopf, Hals und Rumpf von Bedeutung. Durch ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2010
Rubrik: Praxis, Seite 67
von Elisabeth Nehring

Vergriffen
Weitere Beiträge
David Dawson

David Dawson bis letzte Spielzeit waren Sie Hauschoreograf des Dresden Semper­Oper Balletts und mitverantwortlich für die künstlerische Ausrichtung des Ensembles. Gab es für Ihre Kündigung einen Grund?
Eigentlich nicht. Natürlich unterschieden sich die künstlerischen Konzepte von Aaron Watkin und mir, auch war mein Plan, von vornherein die Starthilfe zu geben. Das...

Philippe Decouflé: «Désirs» im Crazy Horse

Siehe da, plötzlich hat auch der Kulturfreund allen Grund, ins Crazy Horse zu gehen, weil dort Philippe Decouflé die Puppen tanzen lässt. Dass in ihm ein sensibler Bewunderer des weiblichen Körpers steckt, war seit Langem öffentlich. Schon seine letzte Großtat war eine Revue mit wahren Striptease-Tänzerinnen. Die aber wollte nicht recht zünden, weil er dort keine...

Roberto Bolle

Roberto Bolle sei in seiner Zeit an der Ballettschule der Mailänder Scala ein sehr introvertierter, einsamer Junge gewesen. Er habe sich in den verwinkelten Räumen des Theaters geheime Plätze gesucht, um allein für sich zu trainieren, zu träumen und sich selbst zu Tränen zu rühren. Er verrät das in einem neuen Bildband, «Roberto Bolle – An Ath-lete in Tights», und...