Newcomer

Vera Tussing, Albert Quesada

Tanz und Musik in Einklang zu sehen und zu hören, scheint uns normal, ebenso, dass zeitgenössische Choreografen gern damit beschäftigt sind, die Konventionen klassischer Harmonie zu durchbrechen. Aber es gibt noch einen anderen Weg: Man kann Tanz auch hören und Musik sehen. Das versuchen Vera Tussing und Albert Quesada mit ihren «Körpersonaten». Die beiden Choreografen aus dem Umfeld von P.A.R.T.

S  in Brüssel und The Place in London analysieren die Musik, isolieren ihre Parameter aus Dynamik, Volumen, Instrumenten, um der Komplexität von Musikstücken präziser und vor allem gerechter zu werden als durch eine herkömmliche Choreografie, die sich allenfalls zu Rhythmusmus-tern und Melodiebogen äußert. In ihren Worten versuchen Tussing und Quesada, Tanz zu komponieren und Musik zu choreografieren. Zu ihren «visuellen Kompositionen» steppen ihre Füße roh in den Raum – ohne dass wir sie sehen. Mit geschlossenen Augen lauschen wir, wie Tanz buchstäblich zur Vorstellung wird. In ihrem Projekt «Beautiful ­Dance» werden ihre Körper zu Schattenbildern auf weißer Leinwand. Dort wachsen, schrumpfen und kreuzen sie sich zu Beethovens «Klaviersonate Nr. 13» in Glenn Goulds Einspielung: exakte ...

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Tanz März 2010
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Julia Danila

Vergriffen