simone sandroni

Er hat den Körperextremismus des Kollektivs Ultima Vez miterfunden. Jetzt ist er auf dem Chefsessel der Bielefelder Tanzsparte gelandet

Five-six-seven-eight. Und Hüfte Hüfte Hüfte! And sexy, sweet and charming! Ironische Emphase, wildes Gefühl: Ein Ensemble verbreitet pure Begeisterung. Zehn Tänzer zur Reihe quer über die Bühne aufgestellt, mit dem Ur-Schrei des Tanzes angezählt, auf die «eight» werden dann wechselweise diverse Körperpartien gekurbelt, gekurvt, gewippt. Sie sind Protestler und Propagandisten für furchtlose Lebensbejahung. Sie spielen Punks, Pogos, Pin-ups, nicht in verstörender Radikalität, sondern als verträgliches «Als-ob». So hat man es gern, so liebt man seine Outlaws.

Und dank dieser philanthropischen Ruppigkeit dürfte die neue Equipe «Tanz Bielefeld» schon mit ihrer ersten Aufführung das Publikum geknackt haben.

Rätselhaftes Bielefeld

Auch der Spiritus rector dieser Truppe ist derzeit die wandelnde Euphorie. Deutsches Stadttheater? Funktionierende Förderkultur! Bielefeld? Herausfordernd! Die neue Kompanie? Fantastisch! Bisschen viel «hurra»? «Ich muss glücklich sein: Ich bin erst seit zweieinhalb Monaten hier und habe mir den Job, die Stadt selbst ausgesucht!» Tatsächlich, man hätte es nicht vermutet: Simone Sandroni, der rockige Mitbegründer erst von Ultima Vez, dann von Déjà Donné, ist unter ...

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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Nicole Strecker