nach hoghe: emmanuel eggermont...

...vollzieht am Pariser Centre National de la Danse bedächtig den Schritt vom Tänzer zum Choreografen. Der Nordfranzose gehört zu Raimund Hoghes wichtigsten Interpreten. 2008 war er als Faun in «L’après-midi» derart filigran, dass Hoghe sich an den Bühnenrand zurückzog, um Eggermonts innere Ruhe und Spannung zu genießen. Jetzt reiste dieser zusammen mit der Koreanerin Ji-Hye Jung und dem Madrilenen Oscar Lozano in die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea, um Spannungen zu spüren, solche wie in Andrei Tarkowskis «Stalker» im wüsten Niemandsland.

Bedächtig setzt er in seinem Stück «T-Wall» seinen Bogen zusammen und schießt in Ruhe Pfeil um Pfeil in frühlingsgrüne Rechtecke. Die bilden eine Bühnenwand, aus der etliche Elemente bereits herausgefallen sind. Gegen Mauern und Grenzen, allgegenwärtig in der südkoreanischen Kunst, rennt Eggermont nicht an. Er beschwört sie eher so, dass man unweigerlich wieder an Hoghe denkt. Mit «T-Wall», sagt Eggermont, komme er tatsächlich zurück an den Ausgangspunkt ihrer Zusammenarbeit, denn: «Hoghe macht genau die Art von Tanz, von der ich immer geträumt habe.»

Wieder in Vanves bei Paris beim Festival «Artdanthé», 22. März
lanthracite.org

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Tanz März 2011
Rubrik: menschen, Seite 31
von Thomas Hahn