vladimir malakhov

über das Altern. Der 44-jährige Tanzstar muss überhaupt einiges aushalten, private Krisen, körperliche Schwächen, Kritikerschelte. Im Interview hält er dagegen

Eine Flasche Mineralwasser steht auf dem Tisch im Konferenzzimmer. Dazu eine Schale mit Nüssen. Aber Vladimir Malakhov übt Verzicht. Am liebsten trinkt er Limonade mit Ingwer, das entgiftet. Der Intendant des Staatsballett Berlin weiß, was er sich schuldig ist. Er hält – nicht zuletzt, was seine Ernährung betrifft – auf Balance. Und will weiter seinen Mann stehen. Auch wenn er nicht mehr Romeo tanzt, will er womöglich als krönenden Abschluss seiner Karriere eines Tages Onegin tanzen.

Auch das wäre eine veritable Premiere und das Highlight einer Saison 2012/13, die aus finanziellen Gründen auf Neuinszenierungen verzichten muss.

Vladimir Malakhov,
nervt Sie das nicht langsam, immer mit derselben Frage behelligt zu werden: Wann treten Sie ab von der Bühne?
Warum haben Sie dasselbe nicht Nurejew gefragt oder Baryshnikov? Ich tanze derzeit Ballette, die zu mir passen: Eifmans «Tschaikowsky», Bigonzettis «Caravaggio» oder Béjarts «Ring um den Ring». Ansonsten lasse ich bei Klassiker-Produktionen wie «Schwanensee» oder «Bajadere» jüngeren Tänzern den Vortritt.

Warum? Anfang der letzten Spielzeit habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Klar, dass mein Körper darauf reagiert hat – eigentlich ein ...

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Tanz August 2012
Rubrik: menschen, Seite 24
von Hartmut Regitz