farruquito

Ein Leben geprägt vom Bühnenerfolg, auf den der kriminelle Absturz folgt. So geht Flamenco-Prinz heute.

Die Lebensgeschichte von Juan Manuel Fernández Montoya, genannt Farruquito, ist geprägt von Glanz und Tragödie, von kometenhaftem Aufstieg und tiefem Fall. Sie ist Teil der Geschichte einer der bedeutendsten Flamencodynastien der Gitanos. Geboren wurde er 1982 in Sevilla als Enkel des legendären Patriarchen Antonio Montoya Flores «Farruco», Schöpfer eines einzigartigen Tanzstils und Sohn eines Clans von «Gitanos canasteros» – Korbflechtern, die unter den Brücken des Guadalquivir ihr Lager aufschlugen.

Wie es damals üblich war, heiratete Farruco mit 14 Jahren, wurde mit 15 zum ersten Mal Vater. Mit 16 war er Witwer. Als einer seiner Söhne, ein begabter Tänzer, als junger Mann bei einem Motorradunfall ums Leben kam, setzte er seine ganze Energie und Hoffnung auf einen Enkel, Juan Manuel.

Mit zwei Jahren stand Farruquito zum ersten Mal auf der Bühne, mit fünf Jahren trat er am Broadway auf. Seine Kindheit bestand aus Tanz. Er hatte sich bedingungslos dem Regiment des Großvaters unterworfen. Nicht, dass es keine andere Möglichkeit gegeben hätte, sagt er, aber der Flamenco war allgegenwärtig und die Farrucos etwas Besonderes.
Eine meiner ersten Erinnerungen an ihn geht zurück auf einen ...

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Tanz März 2016
Rubrik: Menschen, Seite 28
von Susanne Zellinger