egon madsen

Auf eine 60-jährige Bühnenkarriere können sonst nur Schauspieler zurückblicken, die meisten Tänzer schaffen gerade ein Drittel davon. Egon Madsen feiert dieses Jubiläum: tanzend

Natürlich macht er heute keine Grand jetés mehr, aber deutlich bewegungsintensiver als eine Schreit- oder Sprechrolle ist der grantige Alte schon, zuletzt in Christian Spucks «Don Q.». Und Madsen, der bereits mit zehn Jahren beim Dänischen Kinderballett auftrat, hält mit dem halb so alten Eric Gauthier durchaus mit.

Der dänische Tänzer feiert am 24. August seinen 70.

Geburtstag, passend dazu erscheint das erste Buch über ihn, und Ende September ehren ihn die drei Kompanien, in denen er getanzt hat, mit einer Gala: das Stuttgarter Ballett, das Nederlands Dans Theater III und Gauthier Dance. Zwei davon sitzen in Stuttgart, wohin er während all seiner «Zigeunerjahre», wie er sie nennt, immer wieder zurückkehrte, wo er auch heute noch als Coach und Berater im Einsatz ist: «Eric Gauthier hat es ganz gern, wenn ich bei einem neuen Stück gegen Ende der Proben zuschaue, denn andere Augen sehen eine andere Aussage.» Der Kontakt mit Gauthier kam zustande, als der quirlige Kanadier beim Stuttgarter Ballett die Partien Madsens nachtanzte, den Mercutio oder den Joker in John Crankos «Jeu de cartes». Bis heute ist sein Rollen-Know-how immens gefragt: «Wenn ich komme, dann springen die jungen ...

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Tanz August 2012
Rubrik: menschen, Seite 37
von Angela Reinhardt