belén maya

Israel Galván ist ihr Guru, dabei hat sie selbst den Flamenco schon vor zwei Jahrzehnten vom Korsett der Tradition befreit. Warum und mit welchen Auswirkungen, das erzählt sie Susanne Zellinger

Dem Tanz eine neue Richtung zu geben, das gelingt nicht vielen. Im zeitgenössischen Flamenco stehen dafür vor allem zwei Namen: Israel Galván und Belén Maya. Zufall oder nicht, sie haben vieles gemeinsam. Etwa Eltern, die selbst schon mit dem Flamenco aufgewachsen sind. Trotzdem haben sich Galván und Maya erst spät für eine professionelle Tanzlaufbahn entschieden, ihren Entschluss dann aber sehr eigenwillig umgesetzt. Denn beide rebellierten von Anfang an gegen die starren Formen, gingen eigene Wege und sprengten die zementierten Pfade der Tradition durch radikalen Individualismus.

Eltern und Umgebung reagierten zunächst jeweils mit Missfallen, doch der ambitionierte Nachwuchs brach den Widerstand – und setzte sich durch.

Der Wendepunkt in Belén Mayas Karriere war ihr Auftritt in Carlos Sauras Film «Flamenco» von 1995. Sie entwirft schon dort eine neue, klare Ästhetik, ihre Choreografien sind geometrisch und linear, sie unterbricht die alten Bewegungsmuster und ergänzt sie mit Formen aus dem hinduistischen, dem zeitgenössischen und dem klassischen Tanz. In Israel Galváns Meisterwerk «Lo Real/Le Réel/The Real» (tanz 2/13) tanzt sie in Holzpantoffeln, in ihrem neuen Stück «Los ...

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Tanz Dezember 2014
Rubrik: menschen, Seite 18
von Susanne Zellinger