medien

Filmische Hommage an Tanja Liedtke – Brug schaut DVD: Paul Taylor Dance Company – Annie Suquet über den Aufbruch der Tanzmoderne – CD des Monats: Benjamin Brittens «The Prince of the Pagodas»

kinofilm_________

tanja liedtke

Ihr plötzlicher Unfalltod im Mai 2007, überfahren von einem Müllwagen, löste eine Schockwelle aus. Tanja Liedtke, soeben zur neuen Leiterin der Sydney Dance Company ernannt, galt mit ihren 29 Jahren als der Rising Star – bei gerade mal drei abendfüllenden Choreografien: «Twelfth Floor» (2004) sowie «Construct» und «Imploded» (2007).

Die zwei ersten Choreografien wurden von ihrem Partner Solon Ulbrich wieder aufgenommen und tourten europaweit 2009.

Aus diesem Filmmaterial schöpft die Hommage «Life in Movement». Auf der Bühne von «Twelfth Floor» springt ein Tänzer aus dem Kleiderspind. Auf einer alten Aufnahme aus Liedtkes Zeit im Internat in Surrey sieht man, wie sie als Teen ihren Spind zur Bühne erklärt. Dieses rare Filmmaterial ordnet ihr Leben in ein konsequentes Streben, ein unbedingtes künstlerisches Wollen, dem das Schicksal so vehement entgegentrat. Filme funktionieren, sie spielen mit solchen Fallhöhen.

Die Doku von Sophie Hyde und Bryan Mason weiß darum, versucht sich daran, aber die Pietät verbietet es. Entstanden ist ein sonderbarer Zwitter, ein Film, der dem Kinogänger viel Vorwissen abverlangt und am Ende, in der Trauer um Tanja ...

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Tanz November 2013
Rubrik: medien, Seite 60
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