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dance in the mirror

Nichts als eine Rückenansicht, aber die – oho! Ein weißes Courrèges-Kleid, linkshändig baumelt eine Kelly-Bag, rechts tänzeln drei Pfund Einkaufstüten, und auf dem Kopf schwebt ein heißer Hut: So hat der Fotograf John R. Johnsen vor genau fünfzig Jahren eine unbekannte Schöne in den Straßen Kopenhagens abgelichtet. Das war ein halbes Jahrzehnt, bevor der «Bildermacher», wie er sich am liebsten tituliert, alles zu knipsen begann, was nach Tanz aussah.

Ob klassisch, modern, ob Tanztheater oder Butoh – Johnsen hielt immer drauf, immer mit einer Leica.Bis Mitte der 1990er-Jahre schoss der bekennende Autodidakt in etwa 200 000 Aufnahmen, so ganz genau scheinen das die zuständigen Kuratoren der Königlich-Dänischen Nationalbibliothek nicht zu überblicken. 1995 verkaufte der damals 50-Jährige sein Archiv an die Landesinstitution und lieferte damit  eine umfassende Bestandsaufnahme des dänischen Tanzes im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts. Was nicht bedeutet, dass in dem fantastischen Schwarzweiß-Bildband, den Erik Aschengreen, Anne Middleboe Christensen und Kirsten Sørensen herausgegeben haben, nur das Bournonville-Repertoire rauf und runter zu ...

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Tanz August 2012
Rubrik: medien, Seite 94
von Franziska Buhre, Manuel Brug, Dorion Weickmann

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