Martin Zimmermann

Gut zwanzig Jahre hat es gedauert, bis der Schweizer Künstler genau das machte, was er schon immer war: Clown

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Eigentlich sollte der Museumsdiener einen Sicherheitsdetektor aufstellen, um irgendein Kunstwerk zu schützen. Aber der Boden ist einfach zu glatt, und so rutschen ihm denn die Füße auf und davon, wann immer er einen Schritt in die angepeilte Richtung wagt. Bis der dumme August sie endlich unter die Beine kriegt, haben wir – und wohl auch er – vergessen, was das Ziel des Tanzes war.

Das sind die Situationen, die Martin Zimmermann faszinieren, die er immer wieder choreografiert und auf die Bühne bringt: Menschen, die etwas nicht schaffen, es noch einmal versuchen, wieder und wieder und wieder – und scheitern. Über absurde Szenen wie diese wird weltweit gelacht, sie sind offensichtlich interkulturell verständlich, vielleicht, weil sie zur Conditio humana gehören. 

Dünnhäutiger Grenzgänger

Mit Sicherheit gehören sie zu Martin Zimmermann: «Das bin ich – ich rotiere so», sagt er. Unermüdlich stelle er sich infrage. Unermüdlich arbeitet er an seinen Stücken: «Sie sind nie ganz fertig. Ich muss immer weitergehen, weitersuchen, sonst lebt das nicht mehr.» Wir treffen uns in Vevey, wo der Zürcher Künstler gleich nach der Heimpremiere seines neuen Stücks «Eins Zwei Drei» hingefahren ist. ...

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Tanz November 2018
Rubrik: Menschen, Seite 18
von Lilo Weber

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