austausch

Mario Schröder, Ballettchef in Leipzig, versteht sich als Vermittler und Netzwerker zwischen Kunst, Künstlern und Publikum. Was es damit auf sich hat, erzählt er Hartmut Regitz

Mario Schröder, Sie haben nach Ihrem Amtsantritt als Leipziger Ballettchef 2010 auch die Reihe «Tanz in den Häusern der Stadt» ins Leben gerufen. Sehr erfolgreich, weil Sie dem Publikum gleichsam auf die Pelle rücken. Ballett hautnah, wenn man so will. Im Rahmen der Projektreihe bespielen Sie nun ausgesuchte Orte außerhalb des Theaters. Es gibt sicher mehrere Gründe, weswegen Sie diese Aktion initiiert haben. Aber kommen Sie Ihren Zuschauern dabei wirklich näher als im Theater? Ich war immer jemand, der versucht hat, Ballett zu kommunizieren.

Das funktioniert, indem man einerseits begreiflich macht, was das eigentlich ist, und andererseits versucht, eine Auseinandersetzung darüber in Gang zu setzen. Schließlich erschöpft sich die Arbeit eines Ensembles nicht in einem Endprodukt, das man zur Bewertung auf der Bühne vorstellt. Da gibt es noch ganz anderes.

Zum Beispiel?
Den Raum. So wie wir durch ihn beeinflusst werden, können wir ihn beeinflussen, indem wir ihn nicht nur brechen, vermitteln oder eins zu eins wiedergeben in seiner Funktion, sondern ihn mit Inhalten füllen, die wir mitbringen aus unserer Kultur. Die jeder einzelne Tänzer mitbringt aus seiner Kultur. Mir war und ist ...

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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: Wahrheit, Schock, Nervenkitzel, Seite 60
von Hartmut Regitz