Marguerite Donlon
«Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.» Charles Darwin
Die Auswirkungen der Pandemie auf das Leben der Menschen – der Verlust von geliebten Personen, von Arbeitsplatz oder Kontrolle – hat zu einem Rückgang von Enthusiasmus und Motivation geführt.
Stimmt das wirklich?
Was die Tanzwelt im Speziellen angeht, so konnte ich voller Stolz beobachten, wie sich Beweglichkeit, Disziplin und Kreativität durchsetzten und sich neue Wege des Arbeitens und Produzierens auftaten. Der Tanz boomte auf ganz unterschiedliche Weise, man konnte es auf unzähligen Plattformen erleben. Dank Online-Streaming konnten Fans, Freunde und Familienangehörige aus der ganzen Welt unsere Performances miterleben. Das hat ganz klar gezeigt, wie flexibel und progressiv unsere Kunstform ist. Wir wissen: Tanzprofis sind Leistungssportler, ihre Körper benötigen ständiges Training. Dass Künstler*innen, die sich endlich einen Platz in der Profiszene erarbeitet haben, in ihrer kurzen Karriere möglichst viel erreichen wollen, ist verständlich. Die Zeit arbeitet gegen sie. Deshalb war es in dieser Ausnahmesituation für ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 42
von
Sieben Männer, alle unter 30. Seit zehn Jahren im Geschäft, Hits in Serie produziert, Preise abgeräumt, unzählige Acts hingelegt. Ein extrem erfolgreiches Geschäftsmodell namens BTS, Genre K-Pop, erzeugt am Casting-Reißbrett. Und dann, am 4. März 2020, startet ein Clip auf YouTube – irgendwann zufällig entdeckt, während der ersten Corona-Belagerung. Die Augen...
… Eine Arbeit mit Jugendlichen in Düsseldorf, denen ich und meine Kollegin Kamila Kurczewski nie analog begegnet sind.
Produktiv sein müssen und choreografische Gruppenarbeit gewährleisten, um die Lage zu retten? Nein, ich hatte keinen Bock. Ich habe mich eher auf einzelne Proben oder Gespräche konzentriert; erst mal, um einen Raum zu schaffen, in dem jede*r sich...
Ganz klar: Die zurückliegenden eineinhalb Jahre waren eine enorme Herausforderung für die gesamte Kunstwelt. So vieles, was wir bis dahin als selbstverständlich erachtet hatten, war uns plötzlich nicht mehr zugänglich. Ich persönlich war überwältigt von Gefühlen der Hilflosigkeit. Zugleich eröffneten sich in jenen Monaten aber auch viele Möglichkeiten, die es zu...
