Transitions

Er war eine der auffallendsten Persönlichkeiten auf allen Tanzkongressen, nicht allein seiner buschigen Augenbrauen wegen. Gedeon Dienes hatte was zu sagen, und er ergriff polyglott bei jeder sich bietenden Gelegenheit gern das Wort. Schließlich hatte er nicht nur die französische und ungarische Literatur studiert, sondern auch Jurisprudenz und Choreologie – und tanzte, was wohl die wenigs­ten wussten, in den 1920er und 30er Jahren in den Stücken von Valéria Dienes.

In ihrem Namen machte er sich 1995 auch für die Gründung einer Kompanie stark, die sich für die Bewahrung einer mehr als hundert Jahre alten, spezifisch ungarischen Bewegungskunst einsetzte. Seine Mutter nannte sie «Orchestrische Schule». Er selbst unterrichtete Tanzgeschichte und -theorie u. a. an der Univer­sity of California, schrieb unzählige Artikel, übersetzte Bücher ins Eng­lische und war zeitweise Präsident der ungarischen Society for Choreology, Director for Research and Communication des Conseil International de la Danse, Leiter der Commission for Scientific Research innerhalb der World Dance Alliance – Europe sowie Redakteur des European Dance Research Information Directory. Kurz: ein Hansdampf in allen ...

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Tanz Dezember 2005
Rubrik: Magazin, Seite 16
von Hartmut Regitz, Thomas Hahn

Vergriffen