Nichtverlängertes Kürzen

Nichtverlängerung: Wie funktionieren Rauswürfe von Kompanien? Beispiel Chemnitz und Oldenburg

Sabine Händler-Garlipp, eine Kompanie wird abgewickelt. Nach fünf Jahren Erfolgs­arbeit an den Städtischen Theatern Chemnitz heißt es Abschied nehmen. Kommt das Ende für Sie überraschend?                                                                  Ein Leitungswechsel war angesagt, und der kann immer bedeuten, dass der neue Intendant die künstlerischen Vorstände neu besetzt.

Dass Bernhard Helmich in jeder Hinsicht andere Vorstellungen hat als wir, kündigte sich bereits Ende letzter Spielzeit an, als er hinter unserem Rücken drei Tänzern die Nichtverlängerung ihres Vertrags aussprach, ohne uns davon in Kenntnis zu setzen.

Dass man an einem «Tendenzbetrieb» wie dem Theater immer mit Veränderungen rechnen muss, ist nicht das Problem. Was aber sauer aufstößt, ist die Unmenschlichkeit, die manche Intendanten an den Tag legen.                  Genau. Wir haben kurz nach der Ernennung um einen Gesprächs­termin beim designierten Intendanten nachgesucht. Unsere Anfrage blieb unbeantwortet. Jeder Kontaktversuch wurde unterbunden. Aus formaljuristischen Gründen wurde uns jede Chance verwehrt, sich überhaupt kennen zu lernen. Uns war deshalb klar, was wir, Torsten Händler und ich, diesen ...

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Tanz Dezember 2005
Rubrik: Magazin, Seite 14
von Hartmut Regitz

Vergriffen