Kindertanz

Neue Bücher über Kraft, Marcia Haydée und Kindertanz

Kreative Tanzerziehung tut Kindern gut – und hat Folgen. «Es gibt weniger Konkurrenz, weil es auch beim Tanz keine Gewinner und Verlierer gibt.» Martin Burr, Sportlehrer an einer Kölner Grundschule, geriet wie mancher Pädagoge ins Staunen: 37 Schulen setzten das Projekt «Tanz in der offenen Ganztagsgrundschule» 2004 auf den Stundenplan – eine Entwicklung, die Corinna Vogel in ihrer Neuer­scheinung Tanz in der Grundschule beim Wißner Verlag voraus­zusehen schien.

Die Musik- und Tanzpädagogin, tätig an der Uni Bremen und an der Hochschule für Musik Köln, plädiert leidenschaftlich für das Unterrichtsfach Tanz. Diese erste um­fassende Veröffentlichung zum Thema, eine Dissertation, ist in ihrem wissenschaft­lichen Duktus auf 384 Seiten nicht eben süffig zu lesen, doch anhand historischer und neuer Quellen analysiert die Autorin die miserable aktuelle Situation des Kinde­r­tanzes genau. Die Idee des pädagogischen Tanzes ging mal von Deutschland aus. Angelehnt an Ausdruckstanz und rhythmische Gymnastik, kamen pädagogische Tanzformen zuerst in einem Land auf, das sich heute noch schwer tut, weil Rudolf von Laban während des NS-Regimes emigrierte und den Briten seine Ideen lehrte, die auch ...

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Tanz Juli 2005
Rubrik: Magazin, Seite 17
von Bettina Trouwborst

Vergriffen