Leserbriefe

Das Hummer-Ballett von George Balanchine zieht immer neue Kreise.

Hummeralbträume

TANZEN HEISST, ATLANTIS AUF DEM RÜCKEN EINES RIESENKREBSES ZU DURCHQUEREN
Sehr geehrte Frau Leichtentritt, nachdem ich zufällig in Poitiers bei meinem balletomanen Zahnarzt auf eine ganze Sammlung alter Ausgaben ihrer Tanzzeitschrift gestoßen war, machte ich mich mit Erstaunen daran, Ihren faszinierenden Artikel über George Balanchine und dessen unvollendetes Ballett «Cauchemars de homards» («Hummer-Alpträume») zu entziffern.


Verblüfft dessen Seiten durchblätternd, überrascht dessen Illustrationen betrachtend, fühlte ich mich sogleich in vertrauter Umgebung, oder besser gesagt «vertrauten Gewässern», ohne mir aber zu vergegenwärtigen warum …
Natürlich kenne ich Gaston Bache­lards «L’eau et les rêves»; in meiner Kindheit habe ich, wie ja übrigens auch George Balanchine, «Vingt Mille Lieus sous les Mer» von Jules Verne verschlungen und bin damals buchstäblich stundenlang zwischen den Zeilen dieses wunderbaren Textes und in den unzähligen feingerasterten Illustrationen untergetaucht.
Während ich dann mein altes, von J. Hetzel und Compagnie publiziertes Exemplar wieder zur Hand nahm und wie einst mit einer Lupe die Riesenhummer und Titankrabben auf Seite 296 untersuchte, ...

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Tanz August/September 2005
Rubrik: Magazin, Seite 16
von Jacques Queue d’Ageasse, Dick Hurliman, Baxter & Stone Booksellers, Ottilie Dreucker-Homolka

Vergriffen