Outlanders

Klaus Witzeling spricht mit Antje Pfundtner über ihre Zusammenarbeit mit Wen Hui am Living Dance Studio in Beijing.

Antje Pfundtner, Sie arbeiten sonst eher biografisch orientiert, das Living Dance Studio dagegen dokumentarisch und konkret bezogen auf die chinesische Lebensrealität. Wie haben Sie und Wen Hui zu gemeinsamen Fragestellungen gefunden?                    Anknüpfend an ein Stück über die Flucht chinesischer Landarbeiter in die Stadt, «Dancing with Farm Workers», wollte Wen Hui ursprünglich das Thema weiterführen, aber es war mir fremd. Genau das interessierte Wen Hui – dieses «Fremdsein».

Wir sind als Künstler ständig unterwegs und an Orten, wo nicht mal der eigene Name ausgesprochen werden kann. Mein Name, Pfundtner: Wie soll das ein Chinese auch aussprechen? In China bin ich eine Fremde, und so haben wir uns gegenseitig Fragen gestellt, denn die Stücke des Living Dance Studio basieren ja auf Interviews und Recherchen.

Nun ist die Tanzszene ohnehin international und offener, aber gibt es Unterschiede in der Ästhetik und künstlerischen Arbeitsweise zwischen China und Deutschland?                      Es gibt viele Gemeinsamkeiten. Wen Hui hat lange im Ausland gelebt und gearbeitet, ehe sie 1994 das Living Dance Studio gründete. Aber die Unterschiede zu Tänzern, die da geblieben sind, ...

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Tanz April 2008
Rubrik: Made in China, Seite 20
von Klaus Witzeling

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