Andressa Miyazato; Foto: Vincenzo Laera

Linz: Mei Hong Lin «Music for a While»

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Den Versuch war es wert, auch wenn der Tanz auf der Strecke blieb: Auf der imposanten Bühne des neuen Linzer Musiktheaters sucht Mei Hong Lin in der Uraufführung «Music for a while» einen Weg, den Tanzabend sinnfällig gemeinsam mit einer Partnerin im Orchestergraben zu bestreiten. Die Tanztheaterchefin steht für klar abgezirkelte choreografische Bilder. Meist lässt sie Geisterwesen tanzen wie alte Seelen. Diesmal ist es eine Braut, die von den Gästen einer bunten Begegnungs-Revue nicht gesehen wird und ihren Mann in einer verlorenen Zeit sucht.

Alt geworden und im Rollstuhl sitzend, taucht dieser gegen Ende auf. Nicht unähnlich der Figur eines Kriegsheimkehrers.  

Solche Handlungsfäden, die Vergangenes heraufbeschwören, ließen sich mit dem musikalischen Mix aus Werken von Purcell, Händel, Monteverdi in Zusammenhang bringen, wäre da im Orchestergraben nicht eine ganz andere Energie mit kreativer Lust nach Freiheit unterwegs. Dort wirkt Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata: Musiker und Musikerinnen, die das Genre der Alten Musik nicht nur mit Jazz-Improvisation anreichern, sondern traditioneller Musik von unterschiedlichster Provenienz Tribut zollen, etwa der Tarantella ...

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Tanz Dezember 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 46
von Andrea Amort

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