let's rock

Sie wollen Ihr Wochenende vom 6. bis zum 9. Juni in Düsseldorf verbringen? Sie halten den dazugehörigen, 56 Seiten starken Katalog schon in Händen? Dann wünschen wir Ihnen: viel Spaß!

Es gab sie schon in der Weimarer Republik – die Tänzerkongresse, auf denen Rudolf von Laban seine bahnbrechende Tanznotation vorstellte, auf denen Tänzer für bessere Bezahlung stritten und ihre soziale Lage sowie die Anerkennung ihres Berufs mit den Kollegen diskutierten. 1927, 1928, 1930, dann zwei Nachkriegs-Treffen – danach riss der Faden ab. Seit 2006 gibt es nun den Tanzkongress, der ausdrücklich eines nicht ist: ein Tänzerkongress.

Der Tanzkongress soll stattdessen, so die Künstlerische Direktorin der ausrich-tenden Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers, «unerwartete Begegnungen ermöglichen, neue Erfahrungen verschaffen und produktive Fragen aufwerfen».

Das klingt gut und ist nachzulesen auf Seite 3 der 56-seitigen Kongressbroschüre (bei tanzkongress.de als pfd erhältlich). Dort wird auch, wie es sich heute gehört, die Berufung aufs Erbe – die Tänzerkongresse eben – groß geschrieben. Doch in Wahrheit wird rund ums Düsseldorfer tanzhaus nrw vor allem die soziale Interaktion gefeiert werden. Natürlich stellt man sich gern auf einen selbstbestimmten Spaziergang ein, um gemeinsam mit Kollegen und Künstlernaturen die Fülle eines solchen Kongresses zu genießen, auch wenn ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2013
Rubrik: tanzkongress, Seite 60
von Arnd Wesemann

Weitere Beiträge
highlights

amsterdam_________

holland festival

Kaum sitzt in den Niederlanden ein neuer Monarch auf dem Thron, reist auch schon der künftige Herrscher des Pariser Opernballetts an: Benjamin Millepied und sein L.A. Dance Project zählen zu den gehypten Kollektiven, die sich beim diesjährigen «Holland Festival» ein Stelldichein geben. Abou Lagraas «El Djoudour» lässt arabische...

kassel: Chris Haring, Johannes Wieland: «Readymades»

Diesmal hat Kassels Tanzchef Johannes Wieland den Wiener Choreografen Chris Haring eingeladen, der mit Künstlerkollegen als Liquid Loft seit 2005 absolutes Formbewusstsein beweist. Mit zwei Stücken von jeweils knapp einer Stunde Dauer ist der Abend nicht eben klein geraten. Zudem sind «White Noise Tragedy» von Wieland und «Lego Love» von Haring unter dem Übertitel...

köln: Angelin Preljocaj: «Les nuits»

Er zeigt sich in jüngster Zeit stark engagiert, choreografisch wie gesellschaftlich. Geht selbst auf die Bühne, um den «Seiltänzer» von Jean Genet zu interpretieren. Mischt das Bolshoi auf, indem er es mit «Tausend Jahre Frieden» agitiert. Setzt sich in «Ce que j’appelle oubli» (Was ich Vergessen nenne) mit Gewalt und sozialer Diskriminierung auseinander. Und nimmt...