leipzig: Mario Schröder, Uwe Scholz: «Pax 2013»

«Kehraus» heißt der Film von Gerd Kroske zu Anfang. Nicht «blühende Landschaften», wie sie einst ein deutscher Bundeskanzler vollmundig versprochen hat. Der Film zeigt den Platz vor dem Leipziger Opernhaus vermüllt und völlig entseelt. Ein einziges, zerfetztes Plakat lässt ahnen, wer bei der Wahlkampfveranstaltung zuvor ganz offensichtlich nicht unbedingt zur Freude aller so «gekommen» ist: Helmut Kohl.

«Blühende Landschaft» nennt Mario Schröder seinen Beitrag, den er bewusst jenem Ballett gegenüberstellt, mit dem Uwe Scholz 1992 endgültig das Leipziger Publikum von sich überzeugte. Beiden Choreografien, «Blühende Landschaft» und «Pax Questuosa», liegt nicht einfach Musik von Udo Zimmermann zugrunde; im «Klagenden Frieden» von 1982 wie in den «Liedern von einer Insel» (2009) zitiert der zeitweilige Leipziger Opernchef auch das Gedicht «Versöhnung» von Else Lasker-Schüler, und das ist beileibe nicht die einzige Klammer eines Abends, an dessen Konsequenz es nichts zu kritteln gibt. Kein Wunder also, dass der Tanzfonds Erbe gerade ein Projekt wie «PAX 2013» ermöglicht hat: Es überzeugt.

«Pax Questuosa» ist noch immer ein imponierendes Stück. Nicht weil es sich dabei um einen ...

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Tanz Februar 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 34
von Hartmut Regitz

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