Le grand bal
«Le grand bal de l’Europe» ist wie ein Rausch, wie ein Planet in ständiger Rotation, auf dem sich alles um den Tanzspaß dreht. Sieben Tage und acht Nächte lang geben sich über zweitausend Folk-Freaks dem Gefühl hin, dass die Welt ein besserer Ort sein kann. Man muss nur zusammenfinden, eine Leidenschaft teilen und das Drehmoment nutzen. Das Ganze findet in Gennetines statt, 300 Kilometer südlich von Paris. In einer Art Niemandsland, zwischen Feldern und Wäldern, auf dem Gelände eines alten Bauernhofs.
Dort installieren die Veranstalter jedes Jahr im Hochsommer ein Dorf aus Festzelten. Die meisten Besucher campieren in der Umgebung, in der Wildnis. Nachmittags gehen sie in die Workshops und lernen traditionelle Tänze aus aller Welt. Am Abend legen die Bands los: Bretonischer, israelischer oder schwedischer Folk am einen, vielleicht Melodien aus der Auvergne, aus Irland oder Italien zum Tanzen am nächsten.
Sieben Ballsäle sind offen, Begegnungsorte für Menschen aller Generationen, Milieus, Berufe und jeder Herkunft. Man tanzt hier Bourrée, Polka, Forró, Mazurka und vieles mehr, mal paarweise, mal in kleinen Gruppen oder als Gemeinschafts-Event. Getanzt wird faktisch ohne Unterlass, ...
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Tanz November 2018
Rubrik: Tanz im Kino, Seite 8
von Thomas Hahn
Die Tage werden dunkler, die Nächte länger. November. Zeit, einmal innezuhalten. Zeit, sich zu erinnern. Zeit, der Verstorbenen zu gedenken. Allerheiligen. Allerseelen. Totensonntag. Es ist kein Zufall, dass sich gerade in diesem Monat solche Tage häufen.
Doch wie und wo sich erinnern? Márcia Haydée, die langjährige Primaballerina und Prinzipalin des Stuttgarter...
Im Korridor des sechsten Stocks im Haus Nummer 5 an der Zürcher Kreuzstraße hängen die Druckfahnen fürs nächste «MAG». An der Wand entlang reihen sich Texte und Bilder fürs kommende Magazin des Opernhauses Zürich: ein Interview mit dem Ballettdirektor Christian Spuck über seine neueste Arbeit «Winterreise», ein Interview mit Goyo Montero über sein Stück «Submerge»,...
Niemand versteht besser als Mourad Merzouki, wie sich der Autoren-Hip-Hop künstlerisch entwickelt. Erstens ist er mit seiner Kompanie Käfig seit mehr als zwanzig Jahren Triebfeder der Bewegung. Wer auch immer in Frankreich aus dem B-Boying heraus die Anerkennung als Choreograf anstrebt, schaut auf zu Merzouki. Und zweitens kuratiert er inzwischen zwei...
