wien: Daniel Kok: «Cheerleader of Europe»

Er trägt ein Ringerkostüm, darauf das Europawappen am rechten Fleck – schön mittig auf die athletische Brust gepflanzt. Auch wenn’s zum Kostüm nicht wirklich passt, gelbe Pompons hat er auch zur Hand, dieser einsame Cheerleader, der sich vorgenommen hat, hier und heute unsere mangelnde Europabegeisterung umzubiegen. Vielleicht braucht die Demokratie ja wirklich ein wenig mehr Fitness und Enthusiasmus.

Doch der Mann aus Singapur versteigt sich.

Er, der einstige Kunststudent, brachte es in London angeblich zum Ausbilder in einer Offiziersanwärterschule und hätte dort jene Rekruten versammelt, die, wenn sie nicht gerade versehentlich einen Kameraden erschießen, sich durch lange Gewaltläufe auszeichnen mussten, wahlweise mit 72 oder 83 Kilo Gepäck auf dem Buckel. Weil das schlaucht, muss man sie anfeuern. So sei Daniel Kok auf die durchaus tanzbare Sportart des Cheerleading gekommen, die ansonsten eher als Pausenfüller für untänzerische Sportarten herhält. Man darf dazu wissen: Kok war in seinen früheren Soli schon mal Meister im Pole Dancing und im Dirty Dancing. Er ist wirklich eine Begabung. Den Spitznamen Diskodanny trägt er mit Würde.

Doch das Cheerleading hat ein paar böse ...

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Tanz Juli 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 48
von Arnd Wesemann