hamburg: Moses Pendleton: «Botanica»

Auch bei der Wiederaufnahme seines 1982 uraufgeführten «Tutuguri: Ritus der schwarzen Sonne» tanzte Moses Pendleton den Titelpart, das Alter Ego von Antonin Artaud, auf dessen Texte sich das Stück bezog. Fürs Ballett der Deutschen Oper Berlin wurde jene Zweitbegegnung 1995 ein Erfolg, für Pendleton, 1949 als Farmersohn geboren und Absolvent eines Bachelor-Studiums der Literatur, ein Meilenstein seiner Entwicklung. Hatte er 1971 das athletisch-gymnastische Pilobolus Dance Theatre mitbegründet, gab 1981 ein Stück seiner eigenen Kompanie den Namen: Momix.

Mit Pendletons von der Natur inspirierten Tanz-Träumereien bereist sie seither den Globus. Verblüffte sie letzthin mit Schattenspielen aus Menschenleibern, wendet sich der Choreograf, der sich mehr als Theatermann sieht, in seiner neuen Kreation den Jahreszeiten zu. «Botanica» verzichtet auf literarische Unterfütterung und feiert in fantasievollen Szenen die Philosophie der Natur, ihr Stirb und Werde vom Sommer auf den nächsten Frühling. Mehrere der lebenden Symbole, die den saisonalen Bilderbogen illustrieren, sind bereits in «Tutuguri» angelegt.

Ausgangspunkt ist eine erblühte Rose: Sie schwebt auf der Leinwand dem  ...

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Tanz Januar 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 38
von Volkmar Draeger