großbritannien: David Bintley: «The Prince of the Pagodas»

David Bintley übernahm 2010 die künstlerische Verantwortung für das Japanische Nationalballett, blieb aber Leiter des Birmingham Royal Ballet – strapaziöse Doppelbelastung. Dennoch ist er als erster ausländischer Chefchoreograf in Tokio überaus erfolgreich, nachdem er schon 2008 mit «Aladdin» und danach mit «Erzählungen aus 1001 Nacht» reüssiert hatte.

Auch sein «Prince of the Pagodas» (2011), den das Birmingham Royal Ballet nun nach England übernimmt, erfüllt die Erwartungen vollauf.

Bintley greift auf Crankos erstes abendfüllendes Ballett von 1957 zurück, das gemeinsam mit Benjamin Britten entstand und 1989 von Kenneth MacMillan neu interpretiert wurde. Bintley findet jede Menge asiatische Impulse, zumal in Brittens Musik. Auch wenn er in tiefem Respekt vor Crankos Original den Abend eröffnet, verbeugt er sich nicht minder tief vor dem Orient, mehr als vor den Orientalismen der 1950er-Jahre. Bintley und der britische Bühnen- und Kostümdesigner Rae Smith ließen sich von den Ukiyoe-Drucken des japanischen Meisters Kuniyoshi Utagawa (1797–1861) inspirieren: einer fantastischen Bildwelt voller nahezu comicartiger Monster.

Der Pagodenprinz bei Cranko lehnte sich an ...

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Tanz Januar 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 46
von Akiko Tachiki