berlin: Yui Kawaguchi: «Bubble Boxing»

Ein Boxhieb auf den großen weißen Ball, der in der Bühnenmitte baumelt – und aus den Boxen ertönt ein Krachen, als würde das Mauerwerk ganzer Städte bröckeln und sich die Erde auftun. Yui Kawaguchi weicht dem zurückpendelnden Riesen-Punchingball aus. Noch ein Schlag, wieder bebt die Erde. Doch Ding und Darstellerin schwingen sich aufeinander ein. Yui Kawaguchi taucht unter dem Ballon hindurch und reckt ihm in Pin-up-Pose ihren Po entgegen.

Der leblose Kontrahent dankt das Zutrauen wie mit einem Stromstoß – ihr Körper zuckt, als sie ihre Wange an den mondhell leuchtenden Ballon legt. Eine Ohrfeige hat sich das Gegenüber verdient.

Mit «Bubble Boxing» fragt die Tänzerin und Choreografin Yui Kawaguchi im Berliner Dock 11: Was verbindet Tanz und Comic? Der Mega-Lampion könnte durchaus auch eine Sprechblase sein. Und einmal verwandelt er sich mittels Videoprojektion in ein monströs geädertes Auge, das die Tänzer über die Bühne verfolgt.

Nach dem installativen Solo «andropolaroid» kooperiert Yui Kawaguchi wieder mit dem Kölner Kollektiv theater-51grad.com sowie dem Lichtgestalter Fabian Bleisch und dem Sounddesigner Sibin Vassilev. Ihr Bühnenpartner ist Gonçalo Cruzinha, der schon mit ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2012
Rubrik: kalender und kritik, Seite 34
von Elena Philipp