alexander pinto...

...denkt nach über den Zwang zur Mobilität der Künstler.

Alexander Pinto, eines Ihrer Themen als gelernter Soziologe lautet «Verortung». Was verstehen Sie darunter?
Die hohe Mobilität unserer Gesellschaft verändert die Lokalisierungsstrategien der Menschen. Ein Mensch, das gilt nicht mehr. Mich interessiert das Phänomen der Multilokalität, also das Arbeiten und Leben an mehreren Orten. Für viele, vor allem freie Tanz- und Theaterschaffende, ist das alltägliche Praxis, die zum Teil erzwungen, zum Teil freiwillig ist. Wie sich das auf die Städte und deren Kulturproduktion auswirkt, finde ich eine wichtige Frage.



Spielt die Frage der Verortung oder der städtischen Kultur für die Kunst auch selbst eine Rolle?
Viele Regisseure und Choreografen – vor allem an den Stadttheatern – nehmen oft nur den Theaterraum wichtig, als Ort einer Aufführung, nicht das, was außerhalb dieser Black­box geschieht, in der jeweiligen Stadt. Und wenn, dann reduzieren sie den öffentlichen Raum zum Event-Raum. In der freien Szene spielt das aber durchaus eine Rolle, wie Claudia Plöchinger jüngst in ihrem Projekt «Verkehr» in K3 auf Kampnagel zeigte, bei dem sie sich mit Künstlern auf die Suche nach den realen Hamburger Strömen und Strömungen gemacht hat.

Für die ...

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Tanz Mai 2011
Rubrik: menschen, Seite 26
von Melanie Suchy