zeitsprünge

Gregor Zölligs Community-Projekt in Bielefeld begeistert das Publikum für sein Tanztheater. Weil es mitmachen darf. Die Bürger merken, wozu der Tanz gut ist. Und strömen massenhaft ins Theater.

­Royston Maldoom prophezeite: «Ihr tretet eine Lawine los.» Gregor Zöllig und sein Team traten die Lawine los. Der Starchoreograf der Community-Dance-Bewegung war auch Taufpate des ersten «Zeitsprung»-Projekts des Tanztheaters Bielefeld. Gregor Zöllig hatte ihn als Coach engagiert. Der Brite sollte ihm und seinem Team erklären, wie so etwas geht: ein Tanzprojekt mit 120 Amateuren. Damals, 2007, inszenierte der Bielefelder Tanzchef gerade die «Vier Jahreszeiten» mit seinem zehnköpfigen Ensemble.

In Anlehnung an die Premiere für die Profis wollte er dasselbe auch als Laienprojekt realisieren. Nach fünf Wochen tanzten vier Generationen «Vier Jahreszeiten»: Die Laien zwischen acht und achtzig Jahren verkörperten Frühling (Senioren), Sommer (Schüler), Herbst (Lehrer) und Winter (Kinder). Der Erfolg war überwältigend. Auch das Urteil des Meisters: «Great piece.»

Zöllig ahnte noch nicht, wie treffend – im Positiven wie im Negativen – er den Projekttitel «Zeitsprung» gewählt hatte: «Ein Zeitsprung bedeutet den Sprung in den Ausnahmezustand – das Leben wird durcheinandergewirbelt.» Dass damit auch sein eigenes gemeint sein könnte, hatte er nicht bedacht. «Beim ersten Projekt sind wir noch ...

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Tanz März 2011
Rubrik: ideen, Seite 64
von Bettina Trouwborst