und sie wissen nicht

dass sie es tun. Jugendliche tanzen eher, anstatt Tanz anschauen. Das «2. Jugend-KulturBarometer» fördert Lücken zwischen Praxis und Partizipation zutage

Der Hinterhaupt-Grauschleier im Zuschauerraum eines x-beliebigen deutschen Opernhauses ist nicht neu. Er wird auch weiterhin zuverlässig anzutreffen sein, geht es nach den Vorstellungen der heute 14- bis 24-Jährigen: Die meisten von ihnen werden ab einem Alter von 45 Jahren Angebote der großen Kulturhäuser nutzen, wie die bundesweit repräsentative Befragung des Zentrums für Kulturforschung, das «Jugend- KulturBarometer», nunmehr zum zweiten Mal herausgefunden hat.

Das «altersspezifische Rollenmodell», wie es in der Studie von Susanne Keuchel und Dominic Larue genannt wird, hat sich in den Köpfen junger Menschen also festgesetzt – die Abonnenten-Dienstleister von morgen kann das zuversichtlich stimmen. Junge Erwachsene allenfalls auf der Bühne, nicht aber im Publikum zu sehen, muss indes jeden frustrieren, dem ernsthaft an der kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung von Tanz gelegen ist. Wie kommt der Tanz zur Jugend, und welche Bewegungsformen sind ihr nahe? Die Ergebnisse des «2. Jugend-KulturBarometers» zeigen, dass tradierte Kulturbegriffe revisionsbedürftig sind, wenn es um Anerkennung jugendlicher Vorlieben geht. Mit Blick auf den Tanz in der Lebenswelt Jugendlicher sind ...

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Tanz August 2012
Rubrik: ideen, Seite 96
von Franziska Buhre