Brigitte Lefèvre

Am 1. Juli 1995 wurde Brigitte Lefèvre zur Ballettdirektorin der Opéra National de Paris ernannt. Zehn Jahre ist das her – Zeit für eine Bilanz.
Dank ihrer außergewöhnlichen Laufbahn (Tänzerin der Pariser Opéra, dann Choreografin und Gründerin einer zeitgenössischen Kompanie, später Beauftragte für Tanz, am Ende sogar die erste «Déléguée à la Danse» im Kulturministerium) kennt sie ihre Kunst und Verantwortlichkeiten von Grund auf.


Seit ihrer Ernennung hat sie sich nicht nur um die großen Klassiker eines Nurejew bemüht, sondern auch wichtige Kreationen wie «Le Parc» von Angelin Preljocaj, «Signes» von Carolyn Carlson und Olivier Debré, «Pas./Parts» von William Forsythe, «Sylvia» von John Neumeier und «AndréAuria» von Édouard Lock in Auftrag gegeben. Sie hat sich für die Wiederbelebung vergessener Werke eingesetzt («Paquita», inszeniert von Pierre Lacotte) und schreckte auch nicht davor zurück, große Risiken einzugehen und junge Avantgarde-Choreografen zu engagieren: Jérôme Bel, Abou Lagraa, José Montalvo, Michèle Noiret, Laura Scozzi und, in der kommenden Saison, Thierry Malandain, Benjamin Millepied und Robyn Orlin. Sie gab jenen Tänzern der Opéra, die sich als Choreografen erproben ...

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Tanz Jahrbuch 2006
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 143
von René Sirvin

Vergriffen