Paris mit Preljocaj

Die Highlights einer Ballettsaison an der Pariser Opéra werden seit dem Abgang von Gérard Mortier nicht zahlreicher. Umso mehr Glanz versprüht die Rückkehr von Angelin Preljocaj. Er ist der einzige lebende Choreograf, der hier dauerhaft Erfolge schreibt. Mit «Le parc» schuf er 1994 eines der zeitgenössischen Aushängeschilder der Pariser Institution. Jetzt nimmt er es mit Siddhartha auf, ein Tanz als «Verbindung zwischen fleischlicher und spiritueller Existenz». Einfach wird das nicht.

Mit Eric Reinhardt beauftragte er einen Dramaturgen und fand in Bruno Mantovani einen hoffnungsvollen Newcomer der Musikszene. Der komponierte im Auftrag ein «zweistündiges symphonisches Gedicht». Preljocaj hatte Rockmusik im Kopf, Mantovani macht lieber Pauken heiß und schmuggelt Sitar und Tablas zwischen die E-Gitarren. Wie buddhistisch die Tänzer das Thema angehen, kann keiner vorhersagen. ­Preljocaj ist bekannt dafür, an den letzten Probentagen alles wieder zu verwerfen. Über das von Claude Lévêque geschaffene Bühnenbild wissen wir nur, dass die Direktorin Brigitte Lefèvre die ursprüngliche Idee für sich ­beansprucht.

 

Premiere ist am 18. März an der Opéra Bastille.

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Tanz März 2010
Rubrik: Kalender Highlights, Seite 30
von Thomas Hahn

Vergriffen