highlights
paris_________
an american in paris
Für viele Musical-Maniacs ist es der Film aller Filme, getragen vom Charmeur aller Charmeure, der hier übers Pflaster der französischen Hauptstadt tänzelt: Vincente Minellis «An American in Paris» – alias Gene Kelly. 1951 knackte die Liebesgeschichte zwischen dem Maler und dem Inbegriff der hübschen Pariserin, von Ex-Tänzerin Leslie Caron verkörpert, alle Kinokassenrekorde.
Das Théâtre du Châtelet wird jetzt einen ähnlichen Ansturm erleben, wenn der Choreograf Christopher Wheeldon den Stoff auf die Bühne bringt, assistiert von Bob Crowley, dessen Name für zauberhafte Szenerien bürgt. Leanne Cope hat sich beim Royal Ballet beurlauben lassen, um in Carons Fußstapfen zu treten, und Robert Fairchild nimmt für die Kelly-Nachfolge ein Sabbatical beim New York City Ballet – Hinweise auf eine Erfolgsproduktion, zu sehen vom 22. November bis 4. Januar, chatelet-theatre.com
leipzig_________
euro-scene
Die Festival-Kuratorin Ann-Elisabeth Wolff braucht keine Uraufführungen, nicht mal die jüngsten Stücke, wenn sie neuen Tendenzen des osteuropäischen Tanzes nachspürt.
Diesmal porträtiert sie das Albanian Dance Theatre mit «Extreme Makeover – Culture ...
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Tanz November 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 33
von
Kuratoren, Galeristen, Kunstprofessoren winken routiniert ab, sobald jemand mit der Frage aufschlägt: Wo bitte geht‘s zur Avantgarde? Selbst Originalität gilt heute als problematisches Unterfangen, war doch … alles schon mal da. Tanzkreative hören über ihr eigenes Schaffen denn auch häufig nichts lieber als: «Das sieht nach Billy aus.» Was so viel bedeutet wie: Du...
Im Jahr 1738 gründete der Franzose Jean-Baptiste Landé die Ballettschule am Petersburger Hof von Zarin Anna Iwanowna und legte damit das Fundament für eine Bühnenerziehung nach westlichem Vorbild. 1934 übernahm Agrippina Waganowa (1871 – 1951) die Leitung der Schule. Die einstige Ballerina der Petipa-Epoche setzte auf eine Erneuerung des klassischen Tanzes und...
In Erinnerungen zu schwelgen, verbietet der Anlass. Vor zehn Jahren, am 21. November, ist Uwe Scholz in Bad Saarow gestorben, von Alkoholkonsum wie Tablettenmissbrauch gänzlich geschwächt: ein vergleichsweise junger Choreograf, gerade mal 45, schmächtig anzuschauen, der als Ballettdirektor in Zürich und Leipzig ein geradezu gigantisches Œuvre hinterlassen hat. Sich...
