Highlights 3/22

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Stuttgart
THE SEVEN SINS
Das Cleverle des deutschen Tanzes war mal wieder am Werk. Hat sein Handy gezückt, die Kontakte gescannt, und sie alle angerufen: Aszure Barton, Sidi Larbi Cherkaoui, Sharon Eyal, Marcos Morau, Sasha Waltz sowie seine beiden Artists in Residence Marco Goecke und Hofesh Shechter. Und dann wurde gleich noch Arte kontaktet: «Okay Leute, ich hab da ein very special project».

Kann man so sagen, denn wo sonst finden sich sieben Choreograf*innen der Platin-Kategorie ein und werkeln an ein- und demselben Abend – wenn nicht im Stuttgarter Theaterhaus, wo Eric Gauthier sie hin lotst, um mit seiner Company eine Uraufführung auf die Beine zu stellen. Dieses Mal sind es «The Seven Sins», die auf dem Pragsattel promenieren – garantiert die Sünde selbst, was Tanzverführung angeht. Und Arte hält die Kamera drauf … Theaterhaus, ab 27. März; www.theaterhaus.de

München
BALLETTFESTWOCHE
Die Preisfrage lautet: Wie viele dürfen rein – 50, 75, 100 Prozent? Verkauft werden könnten wahrscheinlich doppelt so viele Karten, wenn das Bayerische Staatsballett zur Festwoche einlädt und sie auch gleich mit zwei Uraufführungen startet: Marco Goecke und David Dawson liefern sie im Rahmen ...

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Tanz März 2022
Rubrik: Kalender, Seite 38
von

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Nachrichten 3/22

Spotlight

ASZURE BARTON
«Ich bin nicht Alexei Ratmansky», sagte Aszure Barton bedauernd in der tanz-Ausgabe vom Mai 2014, als sie auf das Genre Erzählballett angesprochen wurde. Dafür müsse man ein Meister sein, meinte die Choreografin – und das sei sie eben nicht. Deshalb hat sie Aufträge für Handlungsballette bislang stets abgelehnt und ausschließlich...

Lasst das Mädchen tanzen

Die Rue de Montorgueil ist eine teilweise verkehrsberuhigte Einkaufsstraße im Zentrum von Paris. 1878 malte Claude Monet das bunte Treiben in der Gasse, die heute gesäumt ist von Feinkostläden, Restaurants und kleinen Boutiquen. Am Eingang der Straße steht ein Kastenwagen, Mathilde, eine junge Frau im Sommerkleid, steigt aus, in der Hand einen Ghettoblaster. Ein...

Rafaële Giovanola, Rainald Endrass «Standard»

Nie gewöhnt man sich beim Zuschauen daran, dass die drei Tänzerinnen und drei Tänzer nicht zwei, sondern je vier Beine haben. Oder vier Arme, welcher Begriff auch immer passt für die gestreckten Gliedmaßen, die den ebenfalls gestreckten Rest des Körpers tragen. Der Mensch als Winkel. Der Hintern als Höhepunkt. Dies ausgerechnet «Standard» zu nennen, zeugt von...