Highlights 10/18

Bern: Tanz in Bern

Nach «7 pleasures» und «69 positions» stellt Mette Ingvartsen, die dänische Choreografin mit Wohnsitz Brüssel, ihre «21 pornographies» vor. Sie erzählt aus den «120 Tagen von Sodom» des Marquis de Sade, von Würdenträgern, die heute allesamt wegen sexueller Nötigung vor Gericht stehen müssten. Ihrem Solo gesellen sich weitere Tabubrüche hinzu. Bei Trajal Harrell aus New York geht es um Geschwisterliebe. Steven Cohen, der Irrwisch aus Südafrika, zelebriert das Leben nach dem Verlust seines Partners.

Und Eisa Jocson zeigt den von Männern vollführten Hüftschwung in den Nachclubs von Manila. Im Schatten von #MeToo erlebt das -Sexuelle eine neue Bühnenkarriere.

Vom 25. Oktober bis zum 10. November; www.dampfzentrale.ch 


Brüssel: Wim Vandekeybus

«TrapTown» heißt der neue Coup des belgischen Bühnenberserkers. «Tückedorf» wäre eine schöne deutsche Übersetzung für die bei Wim Vandekeybus üblich eingängigen Bilder, wilden Tänze und starken Kompositionen, diesmal von Trixie Whitley und Phoenician Drive. Wir befinden uns in vorgeschichtlicher Zeit, als die Mythen noch erfunden wurden. Die Kompanie Ultima Vez will einen Fantasy-Roman auf die Bühne zaubern, auf der Orakel ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2018
Rubrik: Tanz im Oktober, Seite 33
von

Weitere Beiträge
Tanztheater Wuppertal

Adolphe Binder, die Künstlerische Intendantin des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, ist am 13. Juli fristlos gekündigt worden. Voraus gingen Indiskretionen, die nicht nur das Ansehen der Leiterin, sondern des gesamten Tanztheaters massiv beschädigt haben. Binder hat Kündigungsschutzklage eingereicht und will auf juristischem Weg sowohl eine Rehabilitierung ihrer...

Den Boykott boykottieren

Tanz kann durchaus eine politische Kunstform sein. Anstelle von Buchstaben, Wörtern und Sätzen verwendet er Bewegungen und vermag damit so viele Sprachen zu sprechen, dass er jede Zensur überlisten kann. Tanz ist universaler als alle Sprachen und Nationen. Es gibt keine menschliche Kultur ohne Tanz – es sei denn, der Tanz ist aus religiösen oder autoritären Gründen...

Stuttgart: Brunelle, Waldmann, Goecke, Gauthier, Foniadakis «Grandes Dames»

Diesen Abend verdanken wir der «New York Times». Die Zeitung mit der vorbildlich umfangreichen Tanzkritik hatte Eric Gauthier geärgert, als seine Kompanie vor zwei Jahren beim «Jacob’s Pillow Festival» eingeladen war. Wie alle anderen Gäste hatte auch Gauthier Dance nur männliche Choreografen im Programm, war dann aber die einzige Kompanie, die das hinterher über...