Großes Staunen

Stefanie Carp, am 22. April haben der Aufsichtsrat und dessen Vorsitzende, die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, die «Ruhrtriennale» abgesagt – auch unter Hinweis auf den Beschluss von Bund und Ländern, Großveranstaltungen bis 31. August auszusetzen. Die «Ruhr­triennale» hätte am 14. August angefangen und bis Mitte September gedauert. Sie haben die Absage  in einer eigenen Presseerklärung deutlich kritisiert. Warum?
Es gab bei der Aufsichtsratssitzung am 22.

April eine Beschlussvorlage der Gesellschafter, das Festival abzusagen, und eine anschließende Diskussion, an der ich teilgenommen habe. Im Anschluss daran hat der gesamte Aufsichtsrat der Vorlage zugestimmt. Ich habe in dieser ­Telefonkonferenz einen Spielplan für eine «Ruhrtriennale» im September unter den Bedingungen der Pandemie skizziert. Ich bin enttäuscht, dass man uns, dem künstlerischen, kuratorischen und technischen Team – nicht die Chance gibt, eine solche Variante zu entwickeln. Dabei hätten wir alle Auflagen und Sicherheitsabstände selbstverständlich berücksichtigt. Viele der beteiligten Künstler – Christoph Marthaler, Meg Stuart, Brigitta Muntendorf, Serge ...

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Tanz Juni 2020
Rubrik: Hinter der Kulisse, Seite 46
von Franz Wille