glauber mendes silva und jenna graves

Warum hebt der Mann im Tanz die Frau, wenn es umgekehrt genauso möglich ist? Fragt Elisabeth Nehring

Glauber Mendes Silva
An einem Abend, an dem fast nur dressiert wirkende Kinder und Jugendliche mit eingefrorenem Lächeln auf der Bühne zu sehen sind, bewahrt sich Glauber Mendes Silva seinen eigenen Glanz. Beim diesjährigen Berliner Tanzolymp zeigte der 15-jährige Brasilianer eine Variation aus dem Bauern-Pas-de-deux von «Giselle» und gewann eine undotierte Goldmedaille. Seit eineinhalb Jahren ist er Schüler an der Staatlichen Ballettschule Berlin und im angeschlossenen Internat untergebracht.

Dort verbringt er die wenige Freizeit am liebsten gemeinsam mit einem brasilianischen Kollegen und zwei anderen Schülerinnen aus Rio de Janeiro.

Sein Lieblingsballett «La bayadère» schaut er sich oft auf DVD an, «Solor» ist seine Traumrolle. Silva kennt die Musik von Ludwig Minkus schon fast auswendig. Er tanzt, wenn er glücklich ist und auch, wenn er traurig ist. Natürlich hat er Heimweh, trotzdem sagt er mit tapfer leuchtenden Augen: «Hier ist mein Platz, hier mag ich sein.» Silva findet Wettbewerbe im Tanz wichtig, «weil andere dein Talent sehen können». Den «Prix de Lausanne» hat er sich im Internet angesehen. Am echten Olymp unter den Wettbewerben im Tanz können Balletttänzer ab 15 ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zur tanz-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2012
Rubrik: wettbewerb, Seite 80
von Franziska Buhre