Gelernt ist ungelernt

Pina Bausch, Bridget Breiner, Xavier Le Roy, Constanza Macras, Jean-Chri­s­tophe Maillot, Hans van Manen, Alain Platel, Martin Schläpfer, Superamas, Sa­sha Waltz: quer durch den berühmten Gemüsegarten. Wie choreografieren die neun Choreografen und das Choreografenkollektiv, das sagt, es choreografiere nicht?
Ausgewählt haben wir sie wie in einem Gemüsegarten: Was reif erscheint oder den Blick auf sich zog, wurde gerupft. Wahllos, wie unsere Autoren so sind: wählerisch aus erregtem Interesse. Alte, Junge, Etablierte, Neue.


Angeregt wurde es von der heftig diskutierten Frage: Wie lernt man welches Choreografieren, wie vermittelt man diese Kunst? ballet-tanz lernt Choreografieren, das ist kein Alptraum, sondern der Versuch, der nicht zuletzt vom Tanzplan Deutschland realisierten Diskussion nachzulaufen, wie die Ausbildung so zu verbessern sei, dass bessere Kunst entstehen kann. Muss man zum Beispiel behaupten, Pina Bausch habe einen Lehrer wie Kurt Jooss zwingend gebraucht? Muss dann nicht auch gesagt sein: Hätte Alain Platel nicht Heilpäda­gogik studiert, wären Werke wie «vsprs» nie entstanden? Wäre Xavier Le Roy nicht in der Medizinforschung gelandet, hätte er nie Forscher auf dem ...

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Tanz August/September 2007
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Redaktion

Vergriffen
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