extremalism
«Marseille hat ein ungeheures Potenzial für den Tanz», sagen Emio Greco und Pieter C. Scholten. So urteilen zwei Künstler, die internationales Networking gewohnt sind und Erfahrung mit Hafenstädten haben. Mit einem Bein im Amsterdamer International Choreographic Arts Centre (ICK) und dreien am Ballet National de Marseille, fällt ihnen der Spagat schon weniger schwer als im Herbst 2014, zu Beginn ihrer Amtszeit als Doppelspitze – hier wie da.
Sechzig Beine bringen sie nun in «Extremalism» auf die Bühne, und nur zwölf davon stammen vom ICK, zwei Drittel kommen von der Ballettkompanie im Süden Frankreichs. Dreißig Leute auf einen Streich! – eine so umfangreiche Besetzung gab es für Greco und Scholten bisher nur, wenn sie eingeladen wurden, mit Kompanien wie den Ballets de Monte Carlo zu arbeiten.
Sechsunddreißig Füße tanzten in Marseille unter der Leitung Frédéric Flamands, ihres Vorgängers in der Leitungsfunktion. Sechs Tänzer haben Emio Greco & Pieter C. Scholten neu engagiert, andere verließen das Ballett. Es galt also nicht nur, ein Stück zu kreieren, sondern vor allem aus zwei unterschiedlichen Gruppen und sechs Individuen, die noch nie zusammengearbeitet hatten, eine Einheit zu ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August-September 2015
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Thomas Hahn
tritt in der Natur immer dort auf, wo Energie nur noch in eine Richtung gebündelt wird. Bei jeder Stromleitung ist er da, der Widerstand. Er entsteht von selbst, wenn eine Regierung, sagen wir die israelische, jene Künstler verdrängen will, deren Kunst oder Anschauungen mit den ihren nicht übereinstimmen. Der bekannte Choreograf Arkadi Zaides, der sich in den...
«Peters – Tanzarchiv» steht auf dem Klingelschild – seit mehr als 40 Jahren. Seit das Ehepaar Peters in die Wohnung in dem grün-weißen Haus am Brüsseler Platz in Köln eingezogen ist. «Aber es ist schon lange nichts mehr hier», stellt Gisela Peters klar und weist mit dem ausgestreckten Arm in die Wohnung. Und die proppenvollen Regale? «Alles Bücher, die nichts mit...
Sechs Frauen lassen die Köpfe kreiseln. Sie pusten zart, küssen die Luft, wiegen sich breitbeinig im bisschen Wind, den sie machen. Die Rücken schwanken, die Arme rudern. Auf die Bühne gepflanzt, neigen sie sich wie Pflanzen, um bald festzustellen, dass sie doch nur Tänzerinnen sind. Also kläffen sie wie Hunde, sobald nur eine aus der Ordnung des Gemüsegartens...
