yoshito ohno

Der Sohn tritt aus dem Schatten der Butoh-Ikone Kazuo Ohno. Nach vierzehn Jahren ist er wieder in Deutschland.

Wie oft hat man es uns schon erklärt: Es sei ein Drahtseilakt, die Kunst eines Künstlers mit seiner Biografie erklären zu wollen. Umso mehr schlingert man bei den Ohnos: Ihr Privatleben und ihre Performancekunst liegen so nah beieinander, dass es unmöglich ist zu sagen, wo das eine anfängt und das andere aufhört. Es sind nur wenige Schritte von ihrer Küchentür zum Probenstudio im Garten ihres Hauses in Kamihoshikawa, einem hügeligen Viertel am Rand von Yokohama.

Im Studio herrscht ein Kommen und Gehen, der Alltag in dieser geräumigen, aus weiß lackiertem Holz gebauten Privatheit, in der Kazuo Ohno und sein Sohn Yoshito ihre Träume be- und ihren Albträumen abschwörten. Häuslichkeit, wohin man schaut: das Familienpiano in der Ecke, ein Gaskocher, auf dem Teewasser für Tänzer und Besucher kocht, persönliche Fotos und Erinnerungsstücke an den Wänden, überall liegen ­Kos­tüme und Skizzen herum. Yoshitos Vater baute das Studio mit seinen eigenen Händen aus den Überresten einer abgerissenen Schule in Yokohama, in der er einstmals selbst unterrichtet hatte.
 
Yoshito Ohno ist ein Leuchtturm der Butoh-Bewegung. Nun kehrt er für eine Lecture-Performance und einen Wochenend-Workshop nach Berlin ...

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Tanz Oktober 2011
Rubrik: menschen, Seite 22
von John Barrett