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eszter salamon: «dance for nothing»

Der Raum wird aufgeladen mit einer Fülle von Worten und Bewegungen. Eine Freiheit des ansehenden Blicks entsteht und des Zulassens anderer Blicke. Eszter Salamon spricht rhythmisch John Cages «Lecture on Nothing» von 1949, ohne sich selbst durch den Text zu exponieren. Von vier Seiten her ist sie von Publikum umgeben. Sie ist umso präsenter, je durchlässiger die Grenzen zwischen Bühnenraum und Sitzreihen werden. Ein gemeinsamer Erfahrungsraum von Zeit eröffnet sich.

Die Wahrnehmung driftet zwischen dem Sprachrhythmus und den Bewegungen, die Eigenwilligkeit bewahren. Eszter Salamon lässt einen Raum mit veränderter Präsenz zurück. Stille sei die Abwesenheit von Klang, hat Cage formuliert.

anna konjetzky: «abdrücke»

Die Tänzerin zieht die Blicke auf sich, zieht die Linien eines Gesichts mit Kohlestift auf das Papier zwischen ihren Füßen, Schwarz auf Weiß. Sie übersetzt, was sie sieht, in Umrisse. Wer in die erhöht platzierte Kiste hineinschaut, sieht, dass sie nicht herausschauen kann, denn sie ist von vier Seiten eingespiegelt. Sahra Huby zeichnet mit geschlossenen Augen, zeichnet mit Weiß auf Schwarz, unter sich, vor sich, zeichnet unsichtbar, das ...

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Tanz Februar 2012
Rubrik: produktionen, Seite 8
von