der erfolg....

...einer Kulturdarbietung hängt auf der ganzen Welt von der Angst der Menschen ab. Das «Dschungelcamp» in Deutschland ist die Fernsehen gewordene Vision von einer Zeit nach dem Wohlstand – davor haben viele Deutsche Angst. In jedem Land erzählt die Trivialkultur von solcher Furcht. Selbst die Sportbegeisterung in Südafrika oder das Body-Shaping in Brasilien haben weit mehr mit Körperverachtung und Rassismus in diesen Ländern zu tun, als man glauben mag.



Wird in Deutschland nach einer Frauenquote gerufen, oder – warum nicht? – nach einer Tanzquote, einem geregelten Tanzanteil in den Kulturhaushalten, spiegelt das auch eine Scheu vor mächtigen Frauen oder dem Ballett wider. Selbst unter Veranstaltern geht das Diktum um: Tanz dürfe besser nur armes Theater sein. Das Gegenteil legt die Tanzplattform in Dresden nahe. Sie fragt: Wer sind die Besten im zeitgenössischen Tanz? Antwort: Die, die sich danach am besten auf dem Markt verkaufen. Und um die Latte noch etwas höher zu hängen, spielen diesmal mit: William Forsythe, Meg Stuart, Sasha Waltz und Constanza Macras (Seite 8).

Wird so an Leistung – sprich: Zuschauerzuspruch – gemessen, wie in der bildenden Kunst, dem Film, der Popkultur ...

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Tanz Februar 2012
Rubrik: editorial februar 2012, Seite 1
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