die tanzplattform

An nur vier Tagen – vom 22. bis zum 26. Februar in Dresden – treten sämtliche Erwartungen an den Tanz gleichzeitig zutage. Die ganze Branche reibt sich hier. Sie regt auf. Deshalb lieben wir sie.

Seit 1994 gibt es die «Tanzplattform Deutschland». Alle zwei Jahre findet sie statt. Erst wollte sie nach dem Vorbild der französischen «Rencontres Chorégraphiques Internationales de Seine-Saint-Denis» ein Choreografenwettbewerb sein, doch diese machten 2002 Schluss damit. Die Deutschen folgten zwei Jahre später nach. Seit 2004 wählt eine kleine wechselnde Fachjury das Programm aus. Davor war es eine ständig wachsende Zahl von Ko-Veranstaltern, die sich dadurch auszeichnete, auch einmal selbst die Plattform als Spielstätte oder Festival ausgerichtet zu haben.

Eine ehrenwerte Runde war das, alles andere als eine Ansammlung sanftmütiger Konsensgestalten. 2004 kam zudem das ­Goethe-Institut hinzu, ebenso das Internationale Theaterinstitut. Letzteres sorgt sich seitdem um eine begleitende Publikation und betreut das Online-Archiv, in dem jeder bestaunen kann, wer alles schon einmal oder mehrfach zur Plattform eingeladen wurde: das Who‘ s who des zeitgenössischen Tanzes auf tanzplattform.de.

Macht so eine Plattform glücklich?
Das wirklich Tolle an der Tanzplattform sind biennal die gleichen Diskussionen um die Auswahl. Man ärgert sich. Man freut sich auch. Man schämt sich sogar fremd, ...

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Tanz Februar 2012
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Melanie Suchy