die lehrerin: laura virgillito

Bitte kurz etwas zu Ihrem beruflichen Werdegang.
Ich lernte Ballett und Modern Dance und studierte an der Schule von Martha Graham in New ­York. Die Technik passte gut zu mir, bei der richtigen Lehrerin verstehst du, dass es nicht um hart oder krampfig geht. Nach der Arbeit mit diversen Choreografen ging ich zurück nach Triest, fing an zu unterrichten und suchte dabei einen eigenen Weg. Seit 1997 arbeite ich als Tänzerin in Köln und ­Wuppertal, unterrichte auch Tanzkompanien und begann mit der Gyrokinesis/Gyrotonic-Ausbildung.

Als künftige Master-Trainerin kann ich demnächst auch Gyrokinesis-Lehrer ausbilden.

Wie binden Sie Gyrokinesis ins Tanztraining ein?
Indem die Bewegung durch den Raum geführt wird. Wie ­hoch das Bein ist, ist nicht wichtig, ­sondern ich will eine Bewusstheit, ein Gefühl für Bewegung haben: von innen nach außen. Das schafft sich dann selbst eine Form. Tänzer machen ja viel automatisch, das Dehnen beispielsweise; da sollen sie nun tiefer ­reingehen. Wie das Gefühl des großen Gähnens. Alles locker und schwer, aber mit Energie. Man soll denken: Die Knochen bewegen sich, der Rest folgt.

Der Ablauf des Tanztrainings?
Ich beginne meist am Boden mit Übungen, dann eine ...

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Tanz Februar 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von Melanie Suchy

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