sylvana seddig

sylvana seddig

ist Teil des tänzerischen Kraftzentrums bei Bodytalk und seit 2014 auch als eigenständige Choreografin unterwegs. Mit ihrer Produktion «Neurosen und Altlasten: Psychotanz mit Ich, Mir und Mich» schuf sie zusammen mit den Tänzern Johanna Roggan, Jan Werge und Tim Gerhards ein Psychogramm des alltäglichen Wahnsinns: Inseln der Glückseligkeit, belegt mit Rollrasen und belebt mit absurd komischen Intensivmeditationen. Die Kölnerin bedient dabei weniger die hohe Schule der feinziselierten Ästhetik, vielmehr laviert sie zwischen den Grenzen von Tanz und Groteske.

Dazu kommt ein Quantum gesellschaftspolitischer Ausdruck, was starke Bilder und Stimmungen erzeugt.

Etwas düsterer kommt ihre nächste Arbeit «Dutopia» daher, in der sie zwischen Video und Wackelpudding auch selbst performt. Die Sprach-Tanz-Mischung verwischt einmal mehr die klassischen Genregrenzen. Sylvana Seddig erweist sich dabei als gute Schülerin ihrer Mentorin Yoshiko Waki. Sie folgt deren Anspruch, politisch relevantes Tanztheater zu machen, und nimmt doch von Anfang an eigene Markierungen vor, indem sie deutlich spielerische Ansätze sucht und sehr bewusst ironische Brüche und Übertreibungen einsetzt. Zugleich bevorzugt ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 178
von Torben Ibs